Recht auf Trauer





Jeder hat das Recht zu trauern. Leider kommt es manchmal vor, das ein Partner dem Anderen die Trauer nicht zugesteht. Dies kann gleich nach dem Verlust aber auch erst Jahre später vorkommen. Sie möchten nicht, dass über das Kind gesprochen, das Trauerarbeit geleistet wird. Denn das ist es für sie nicht, sie sehen oder fühlen es vielleicht nur als Schmerz.
Mag sein, weil sie den eigenen Schmerz nicht ertragen können und den Verlust schnell weit weg schieben möchten.
Mag sein, weil sie nach Jahren nicht wieder alles aufleben lassen wollen, denn sie haben in den
letzten Jahren alles so schön in eine Schublade verstaut gehabt.
Der Grund dafür ist ein anderes Thema, jeder muss für sich selbst entscheiden ob er den Weg der Trauer gehen möchte oder nicht. Hat sich aber ein Partner dazu entschlossen, dann hat er das Recht dazu. Der Zeitpunkt dafür ist nicht relevant, wobei es jedem zu wünschen ist, diesen Weg schnell zu finden.

Bitte schränkt euch nicht ein!
Geht den Weg gemeinsam oder auch jeder für sich, aber respektiert den Anderen wie auch immer seine Entscheidung ist. Ihr Beide habt den gleichen Verlust erlitten, es war Euer beider Kind also kennt Ihr den Schmerz des Partners. Es lässt sich nicht totschweigen, Euer Kind wird sowieso ein Leben lang zu euch gehören.

Im Sinne unserer aller Kinder sage ich an dieser Stelle: Danke für soviel Respekt für einander. Sie hätten sicherlich nicht gewollt, das es uns ein Leben lang schlecht geht. Das wir für immer in der Trauer leben müssen. Sie wollen stolz auf uns sein können, daher sind wir es uns und ihnen schuldig, unseren Teil zu dem Geschehen dazu beizutragen. Nein, sie wollen bestimmt, das wir wieder lachen und ein schönes Leben leben können.

So unvorstellbar es auch für frisch verwaiste Eltern ist, es ist zu erreichen. Doch das Vermissen bleibt und vergessen werden wir sie nie.