Gedichte zum Trost




Weinet nicht an meinem Grab um mich;
ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.
Ich bin der Wind über dem See,
Christallglitzer auf dem Winterschnee.
Ich bin am Tag des Sonnengold,
ich bin der Regen herbstlich hold.
Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne
bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.
Zündet für mich eintausend Kerzen an,
und vergesst mich nie - keine Sekunde lang.
Steht nicht am Grab, die Augen rot.
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

(Verfasser unbekannt)


(Danke Ute für das Gedicht)




Still, seit leise,
es waren Engel auf der Reise.
Sie wollten ganz kurz bei Euch sein,
warum sie gingen, weiß Gott allein.
Sie kamen von Gott, dort sind sie wieder.
Wollten nur kurz auf unsere Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt von ihnen zurück,
in Euren Herzen ein großes Stück.
Sie werden jetzt immer bei Euch sein
Vergesst sie nicht, sie waren so klein.
Geht nun ein Wind, an mildem Tag,
so denke, es war ihr Flügelschlag.
Und wenn Ihr fragt, wo mögen sie sein?
Ein Engel ist niemals allein.
Sie können jetzt alle Farben sehn
Und barfuss durch die Wolken gehen.
Und wenn Ihr sie auch sehr vermisst,
und weint, weil sie nicht bei Euch sind,
so denkt, im Himmel, wo es sie nun gibt,
erzählen sie stolz:
Wir werden geliebt.

(Verfasser unbekannt)


(Danke Ute für das Gedicht)




Wer sagt die Zeit heilt Wunden,
der hat es nicht gesehn,
der hats noch nicht empfunden,
wenn geliebte von uns gehen.

Wer sagt es geht doch weiter,
das Leben und die Welt,
der kennt nicht diese Schwere,
die mich so oft befällt.

Wer sagt, ich kanns verstehen,
sie fehlt dir halt so sehr
und kennt die Schmerzen selbst nicht,
sagt besser gar nichts mehr.

Wie will er denn verstehen,
steckt nicht in meiner Haut,
kennt nicht den Strick um meinen Hals,
der mir den Atem raubt.

Ich weiß, sie wollen helfen,
mit Worten gut gemeint
doch ist das keine Hilfe,
wenn man nicht mit mir weint.

Und andre schweigen einfach,
weil sie so hilflos sind.
Sie wollen mich nicht verletzen,
doch töten so mein Kind.

Ich will nicht euer Beileid,
das so kein Trost mir ist.
Was ich brauch ist ein Herz,
das nie mein Kind vergisst.

Ja, Trost das wär so einfach,
die Nähe, die entsteht,
bei dem Versuch zu trösten,
wenn man den Weg gemeinsam geht.

(Verfasser unbekannt)


(Danke Ute für das Gedicht)




Mußte lernen ohne dich zu leben,
konnt keine Liebe dir mehr geben.
Hab viel geweint, getrauert und gebetet.

Mußte lernen ohne dich zu leben,
hab andre Kinder nun betreut
und habe es doch nie bereut.

Mußte lernen ohne dich zu leben,
kam ein Pflegekind zu mir,
bracht Sinn und Glück zurück.
Da gab es wieder ein wir.

Mußte lernen ohne dich zu leben,
glaub fest daran es geht dir gut.
Ich habe wieder Mut.

Mußte lernen ohne dich zu leben.
Hab nie aufgehört über dich zu reden.
Vermisse dich noch heute.

Hab gelernt ohne dich zu leben.

(Verfasst Britta Schiemes)




Tausende von Sternen,
sie leuchten durch Euch!
Tausende von Sternen,
sind bewohnt von Eucht!

Wir sind zurück geblieben,
schauen zum Himmel hoch
und sehen Euch.

Suchen einen Stern uns aus,
er trägt einen Namen,
deinen Namen.

So sind Tausende von Sternen
leuchtend, bewohnt und
namendlich bekannt.

(Verfasst Britta Schiemes)




Als du gingst,
schwiegen die Vögel einen Augenblick,
drehten die Uhren ihre Zeit zurück.

Als du gingst,
verstummte das Rascheln im Wald,
erschienen junge Menschen so alt.

Als du gingst,
hatte sich das Meer hinter den Felsen versteckt,
die Sonne brannte heisser den je,
wurde von kleinen Wolken verdeckt.

Als du gingst,
hörte man nur den Schwan, der sang,
hielt die Welt ihren Atem an.

Als du gingst,
war nur noch tiefe Trauer da
wir könnenīs nicht fassen das so was geschah.

Als du gingst,
wurden Herzen schwer
wir fühlten uns traurig und unheimlich leer.

Als du gingst,
sollten noch so viele Worte gesagt
mein Kind wir lieben dich.
Wir fühlen uns von Schmerz geplagt,
es zerreist uns innerlich.

Als du gingst,
war noch keiner dafür bereit
weil wir dachten -

es wäre noch so viel Zeit.

(Verfasser unbekannt)


(Danke Ute für das Gedicht)